Herzlich Willkommen auf der Website rund um die Euro Geld-Liste!

Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, ich würde Ihnen völlig unverbindlich auf einen Schlag 300 Millionen Euro (300.000.000 €) geben. Ganz nüchtern betrachtet: Sie wären (ein wenig Intelligenz und Disziplin vorausgesetzt) mit Ihrer Familie bis ans Ende Ihres Lebens finanziell komplett abgesichert, und könnten all Ihre verbleibende Zeit damit verbringen, 299 Mio. € (Ihnen selbst reicht doch sicher eine Million?) sinnvoll zu verwalten, zu spenden und viele interessante Projekte zu starten. Selbst wenn Sie dieses Vermögen erstmal nur zu 2% jährlicher Verzinsung anlegen würden, stünden Ihnen umgerechnet täglich 16.400 € reine Zinsausschüttungen zur Verfügung. Bleiben Sie den ganzen Tag über im Bett, können Sie bestaunen, wie das Geld „für Sie arbeitet“: Auf den 16.400 €, die Sie sich heute „verdient“ haben, gibt es auch wieder 2% Zinsen – der Zinseszins-Effekt. Dies macht allein heute etwa 328 € auf das Jahr gerechnet, die Ihnen zum Beispiel für schöne Weihnachtsgeschenke zur Verfügung stehen. Während Ihre Freunde und Kollegen vielleicht hart für ihren Lohn arbeiten müssen, haben Sie gerade schlummernd die Finanzierung Ihrer Weihnachtsgeschenke vorgenommen (Sie sollten dies Ihren Freunden und Kollegen besser nicht erzählen). Irgendwie schon merkwürdig, oder? Bernd Senf bringt es auf den Punkt: „Der Zins ist das Schmerzensgeld für Konsumverzicht“. Wieso bedarf es eigentlich eines Schmerzensgeldes? Wer arbeitet jetzt eigentlich für Sie (Haben Sie schon mal versucht Ihrem 50 Euro-Schein eine Schaufel in die Hand zu drücken)? Ist unsere Wirtschaftskrise nicht einfach eine Schuldenkrise und damit genauso eine Vermögenskrise? Sind Sie durch Ihr Vermögen nicht gerade Teil des Problems geworden? Vielleicht werden Sie sich über all dies Gedanken machen, jetzt da Sie ein wenig Zeit haben. Aber eines steht fest: Sie sind heute einer der sehr wenigen geworden, die von unserem Zinssystem (oder besser: Zinseszinssystems) profitieren! Und das kann man ja durchaus mal feiern.

Vielleicht fühlen Sie durch Lesen dieses Textes schon, wie 0,3 Mrd. € Ihr Leben und das Ihrer nahestehenden Personen und all derer, die in den Nutzen Ihres Vermögens kommen werden, verändern könnten. Jetzt sind wir doch einmal hart und machen einen kleinen Vergleich: Genau diese Geldsumme von etwa 0,3 Mrd. € hat der Finanzdienstleister Knight Capital am 1. August 2012 innerhalb von nur 45 Minuten vernichtet. Der Grund: fehlerhafte Software im Hochfrequenzhandel.

Liebe Leser/innen, diese Geldsumme von 0,3 Mrd. € bildet das untere Ende der Euro Geld-Liste, welche über 85 interessante Milliardenbeträge auflistet. Hoch geht es bis 1.455.644,7 Mrd. (fast 1,5 Billiarden) €, welche (als Gedankenspiel aufgezogen) die reinen jährlichen Zinsausschüttungen einer vor 777 Jahren zu 5% jährlicher Verzinsung angelegten 1-Euro-Münze betragen. Das Endkapital würde im Jahre 2012 ausgeschrieben so viel betragen: 29.112.893.881.035.440 €. Ohne den Zinseszins-Effekt wären wir bei 39,85 €. Doch die interessantesten Werte der Euro Geld-Liste befinden sich zwischen diesen beiden Enden: Ob es das geschätzte Vermögen in Steueroasen ist, das Vermögen aller Milliardäre auf der Welt, die weltweite Staatsverschuldung, weltweite Militärausgaben, Marktwerte verschiedenster Unternehmen, der Wert der weltweiten Öl- und Goldreserven, der Haushalt der BRD, der Wert der umlaufenden Geldscheine und vieles vieles mehr…

Diese Euro Geld-Liste soll Ihnen dazu dienen, wieder ein wenig Gefühl für Milliardenbeträge zu bekommen und interessante Vergleiche zu ziehen. Anmerkungen, Hintergründe und Quellen sind ebenfalls auf dieser Homepage zu finden. Zudem gibt es diese Euro Geld-Liste auch als schickes Plakat zu bestellen (Vorschau siehe Bild hier). Unter News halte ich Sie rund um dieses Projekt auf dem Laufenden, während Sie unter Links interessante Film- und Lesebeiträge rund um das Geldsystem finden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern!

Sören Jentzsch

„Dieser Planet hat – oder besser gesagt, hatte – ein Problem: Die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.“ – Douglas Adams